Alleinerziehende jonglieren stets mit zu vielen Aufgaben gleichzeitig

Alleinerziehende jonglieren stets mit zu vielen Aufgaben gleichzeitig

Es ist ein trauriger Fakt: Alleinerziehende bekommen die Armut besonders leicht zu spüren. Sie können nicht oder nur sehr wenig arbeiten, weil sie sich um die Kinder kümmern müssen, und wenn der Partner nicht zahlen kann oder will, ist die Grenze des Machbaren schnell erreicht. Mehr als ein Drittel aller Alleinerziehenden benötigt laut einem Artikel in der Welt Hartz IV, und dass damit keine großen Sprünge möglich sind, ist weithin bekannt.

Die Lebensrealität kann jeden treffen

Alleinerziehende sind oft mit einem Stigma behaftet: Irgendwas muss ja schiefgelaufen sein, dass sie jetzt allein mit den Kindern dastehen. Sie sollten sich daher ein bisschen zusammenreißen und sich besser organisieren, dann klappt das schon alles. Vor allem letzterer Punkt wurde im Jahr 2013 noch von Sheryl Sandberg vertreten, der Geschäftsführerin von Facebook: Es ginge vor allem um den Willen zum Erfolg. 2015 starb überraschend ihr Mann und ließ sie allein mit zwei kleinen Kindern zurück. Und auch, wenn ihre finanzielle Situation eine vollkommen andere ist als die vieler anderer junger Menschen, die sich allein um ihre Kinder kümmern müssen, erkannte sie jetzt, was für eine Last die alleinige Verantwortung ist.

Alleinerziehende und ihre persönlichen Lösungen

Christine Finke hat den Albtraum Trennung durchlebt, erzählt in ihrem Buch „Allein, alleiner, alleinerziehend“ und im Blog „Mama arbeitet“ von ihrem Alltag mit ihren drei Kindern: Wie sie als Alleinerziehende den Beruf der Chefredakteurin einer Elternwebsite an den Nagel hängen musste. Wie es finanziell so mit Ach und Krach klappt, auch wenn nicht alle Zimmer immer beheizt werden können und es nur selten frisches Brot gibt. Wie die Kinder mit ihrer Wut und Trauer umgehen, nicht allein schlafen können oder Schreiattacken, Schmerzen und Albträume bekommen oder mit dem Bettnässen beginnen. Wie sie ständig am Limit ist, immer in Rufbereitschaft, und wie es schließlich zum Burn-out kommt. Wie Krisen sie völlig aus der Bahn werfen und das Wort „Sommerferien“ nach Grauen klingt.

Christine Finke macht den Staat mit verantwortlich, der viel zu lasch mit nicht zahlenden getrennten Partnern umgeht. Sie rät anderen Menschen, die sich ebenfalls allein um ihre Kinder kümmern, zum Loslassen: Sie sollten lernen, darüber hinwegzusehen, wie die Wohnung aussieht, wenn nur alle gesund und munter sind.

Die Journalistin und alleinerziehende Mutter einer Tochter Bernadette Conrad erlebt das Modell der Mini-Familie anders: Auch als anstrengend und alles andere als optimal zwar, aber auch als Kraftquell. In ihrem Buch „Die kleinste Familie der Welt – Vom spannenden Leben allein mit Kind“ fordert sie selbstbewusst einen neuen Blick auf Alleinerziehende. Sie seien fokussiert, konzentriert, aber auch gelassen – ihre Aufgabe habe sie wachsen lassen, ihre Kinder seien empathisch und loyal. Doch auch sie wünscht sich mehr Unterstützung vom Staat: Für die Kinder sollte eine Grundversorgung gestellt werden. Das würde Alleinerziehende immens entlasten und gleichzeitig den Kindern das Gefühl geben, dass sie in der Gesellschaft willkommen sind.

Eine Granny kann Entspannung bringen

“Natürlich kann eine Granny an der finanziell prekären Situation für Alleinerziehende nichts ändern”, sagt Michaela Hansen, Gründerin von Granny als Nanny und  selbst ehemalige alleinerziehende Mutter von zwei mittlerweile erwachsenen Kindern und daher die Sorgen und Nöte aus eigener Erfahrung kennt. Aber sie kann für kleine Auszeiten sorgen, für Ruheoasen, in denen sich das Elternteil entspannen kann. Oder für einige Stunden, in denen ungestörte Arbeit möglich ist. Eine finanzielle Belastung ist die Granny nicht: Sie lebt bei sich zu Hause und kommt zu vereinbarten Zeiten vorbei. Sie holt Kinder von der Schule ab, macht Spaziergänge mit ihnen, hilft bei den Hausaufgaben und bastelt, spielt, singt und lernt mit den Kleinen. Alleinerziehende, die sich einer solchen Hilfe versichern, müssen sich zumindest um den Burn-out keine Gedanken mehr machen. Und oft wird die Granny auch zu einer Art mütterlicher Freundin, die stets eine Schulter zum Ausweinen, ein offenes Ohr und einen weisen Ratschlag parat hat.


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